Rosen gehören zu den bekanntesten Gartenpflanzen überhaupt. Viele wissen jedoch gar nicht, dass manche Sorten auch essbar sind. Vor allem duftende Blüten eignen sich hervorragend für Tee, Sirup, Desserts oder Marmeladen. Achte bei der Auswahl allerdings immer auf die richtige Sorte, denn nicht jede Rose ist für die Küche geeignet. Stark gespritzte Schnittrosen oder chemisch behandelte Pflanzen solltest du auf keinen Fall verzehren.
Die Damaszenerrose
Sie ist eine der bekanntesten essbaren Rosensorten. Ihre Blüten verströmen einen intensiven Duft und werden bereits seit Jahrhunderten für Rosenwasser oder feine Süßspeisen verwendet. Auch für Tee oder Sirup sind die Blätter äußerst beliebt. Geschmacklich überzeugt diese Rose mit einer süßlichen, sehr aromatischen Note. Optisch fügt sie sich zudem perfekt in romantische oder klassische Gärten ein.
Die Apothekerrose
Die Apothekerrose zählt zu den ältesten bekannten Rosensorten. Früher fand sie häufig in der Naturheilkunde Anwendung und war weit mehr als nur ein reiner Gartenschmuck. Die kräftigen Blütenblätter eignen sich hervorragend für Marmeladen oder getrocknete Teemischungen. Gleichzeitig wirkt die Pflanze im Beet natürlicher und etwas wilder als moderne Zuchtrosen.
Die Hundsrose
Diese Sorte wird vor allem wegen ihrer leuchtenden Hagebutten geschätzt. Sie enthalten viel Fruchtfleisch und lassen sich wunderbar zu Marmelade oder Tee verarbeiten. Doch auch die Blüten sind essbar, wenngleich sie geschmacklich deutlich milder ausfallen als bei den stark duftenden Verwandten. Im Garten passt die Hundsrose ideal in naturnahe Bereiche oder lockere Wildhecken.
Die Apfelrose
Auch die Apfelrose entwickelt große Hagebutten mit einem intensiv fruchtigen Geschmack. Genau deshalb wird sie gerne für Gelee oder Fruchtmark geerntet. Ein weiterer Pluspunkt: Sie wächst äußerst robust und kommt mit wenig Pflege aus. Ihre offenen Blüten sind zudem ein echter Magnet für Bienen und andere Insekten.
Englische Duftrosen
Einige englische Rosen bereichern die Küche ebenfalls. Entscheidend ist hierbei immer der Duft. Sehr aromatische Sorten bieten sich wunderbar für Desserts oder als hübsche, kandierte Blüten an. Aber nicht jede englische Rose schmeckt gleich intensiv. Informiere dich daher vor der Verarbeitung am besten genau über die gewählte Züchtung.
Rosen, die sich nicht zum Verzehr eignen
Gekaufte Rosen aus Blumenläden oder Gartencentern gehören in der Regel nicht auf den Teller. Sie sind oft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, die nicht für Lebensmittel zugelassen sind. Geruchsarme Sorten bringen zudem geschmacklich keinerlei Vorteile. Setze für kulinarische Zwecke daher ausschließlich auf unbehandelte und stark duftende Gartenrosen. Vor der Verarbeitung solltest du alle Blüten zudem vorsichtig reinigen.
Garten und Küche im perfekten Zusammenspiel
Die Tatsache, dass viele Rosen essbar sind, beweist: Diese Pflanzen sind weitaus vielseitiger als reine Ziergewächse. Duftende Sorten bringen nicht nur leuchtende Farben in den Garten, sondern zaubern auch echten Genuss auf den Teller und in die Teetasse.